Entstehung des VUNK


ES BRAUCHT - WIE SO OFT - EINEN ANLASS,
UM ETWAS NEUES ENTSTEHEN ZU LASSEN!


Ende des Jahres 1991 war ein solcher Anlass gegeben.
Eine Gruppe bunter Vögel, kam wie immer an einem Freitag in ihr damaliges Stammwirtshaus PRESSL in Persenbeug. In dieser Runde wurde verkündet, dass eine seit langem bekannte Befürchtung kurzfristig umgesetzt werden soll. „Der Innenbogen der Donau soll zwischen den Ortschaften Hagsdorf und Gottsdorf zur Uferbefestigung mit massivem Blocksteinwurf verbaut werden.“ Damit unmittelbar verbunden, wäre die Vernichtung eines überaus schützenswerten Gebietes aus ökologischer Sicht gewesen, sowie auch die Zerstörung eines Erholungsgebietes mit Sandstränden und Flussauwald.
Es brauchte keine langen Diskussionen. Um besser gegen Großprojekte solcher Art auftreten zu können, war eine Vereinsgründung und damit der offizielle Rechtsstatus erforderlich.
Zu Beginn des Jahres 1992 war die Gründung des „Verein für Umwelt, Natur und Kultur, VUNK“ abgeschlossen.

Zahlreiche Recherchen, Informations- und Überzeugungsarbeit bei Gemeindevertretern und Bevölkerung, zahlreiche Kontakte mit Behörden und der Politik, aber vor allem die Zusammenarbeit mit dem „Büro für ökologische Umweltbewertung“ und dessen fundiertes Know-How mit den wissenschaftlichen Hintergünden, unter Dr. Bernhard Seidel, verhinderten 1992 die Fortführung der Steinschüttung und so den Erhalt des Gebietes in seiner bestehenden Form. Als Draufgabe folgte eine weitere Renaturierung durch Schotterschüttungen, zur Bildung von Flachwasser und beruhigte Zonen und dadurch die Föderung von Kleinstlebewesen und Fischnachwuchs.

Der VUNK und der „Verein für Biotopforschung“ erhielten beim niederösterreichischen Umweltpreis 1992 dafür den
1. Preis in der allgemeinen Klasse.

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